Zielgruppe

Unser Angebot richtet sich im Rahmen der Jugendhilfe an Familien in Krisen. Diese familiären Krisen sind oft stark eskaliert. Eltern wissen keinen Ausweg mehr, denken möglicherweise über Fremdunterbringung des auffälligen Kindes nach. Unter Umständen wurden bereits mehrere Jugendhilfemaßnahmen in Anspruch genommen, ohne dass sich ein Erfolg gezeigt hätte. Die familiären Krisen zeichnen sich vor allem durch Hoffnungslosigkeit, Ohnmachtserleben und maximale Belastung auf allen Seiten aus. Ein zentrales Thema in den Familien ist eine belastete, verstrickte, gekränkte oder in einer anderen Form geschädigte Beziehungs- und Kommunikationsstruktur.

Die Symptomatik in den Familien bezieht sich auf den familiären, den schulischen oder den Kindergarten- Bereich.

Innerhalb der Familie zeigt sich aggressives, grenzüberschreitendes Verhalten. Wutausbrüche sind an der Tagesordnung, Kinder entziehen sich der elterlichen Einflussnahme. Kinder / Jugendliche ziehen sich zurück, Eltern „kennen“ ihr Kind nicht mehr, wissen nicht was los ist.

Im schulischen Bereich kommt es häufig zu Leistungsdefiziten. Kinder/Jugendliche fallen regelmäßig im Unterricht negativ auf,  zeigen sich sozial auffällig, schwänzen Schule oder verweigern gar den Schulbesuch. Lehrer sehen oftmals keine Auswege, sind belastet und überfordert. Immer wieder kommt es zu Schulverweisen oder zur Umschulung auf Förderschulen. Eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen ist oftmals erforderlich.

Auch im Kindergarten werden Symptome beschrieben von Kindern die sozial auffällig agieren, Wut und Frustration nicht gut regulieren können. Sie ziehen sich zurück oder zeigen sich in der Interaktion mit den anderen Kindern, den Erziehern oder den Eltern in anderer Weise auffällig.


Oft existieren psychiatrische Diagnosen wie ADHS, Störung des Sozialverhaltens, Austismus- Spektrums- Störung, Bindungsstörungen, Essstörungen, soziale Phobien, Teilleistungsstörungen u.ä.